Kurtatscher Ehrenbürger
Erstaunt lese ich in der „Weinstraße“ vom August 2010, dass es „bisher“ nur zwei Ehrenbürger von Kurtatsch gegeben habe, nämlich Mussolini und mich. Ehrlich gesagt, stört mich diese Nachbarschaft. In Wirklichkeit waren zwischen dem Diktator und mir der langjährige Gemeindearzt Dr. Hermann Mair, ein gebürtiger Traminer, und Toni Orian Ehrenbürger. Aus Kaisers Zeiten wären u.a. ein Kooperator Moser (1882) und Lehrer Wendelin Marth (1905) zu nennen.
Kanonikus Johann Mayr, Kurtatsch
Eisacktaler Freilichtspiele Unterland ?
Der Großteil der SpielerInnen der heurigen Aufführung der „Freilichtspiele Unterland“ wurde aus dem Eisacktal „importiert“. Auch voriges Jahr wurde die Mehrzahl der Spieler auswärts „eingekauft“. Früher haben unsere Freilichtspiele (wie in anderen Bezirken heute noch) den besten SpielerInnen des Unterlandes eine große Bühne geboten. Und sie haben oft überraschend gute Leistungen gezeigt. Durch deren Mitwirkung und die Schulung an einer aufwendigen, professionell betreuten Produktion erhielten auch unsere Heimatbühnen wertvolle Impulse für eine Qualitätssteigerung. Und auch die Unterlandler Bevölkerung lebte mit „ihren“ Freilichtspielen sichtlich mit. Sicher ist es eine Bereicherung (und manchmal eine Notwendigkeit) für die eine oder andere Rolle (Profi)spieler von auswärts zu engagieren. Aber dass man in den Heimatbühnen des ganzen Unterlandes nicht mehr eine Handvoll guter SpielerInnen für gutes Theater findet, das glaube ich nicht.
Martin Schweiggl, Kurtatsch